Um ehrlich zu sein: es gibt Momente, wo ich mich auch schon wie eine Antiquität fühle. Zwar bin ich mit 70 noch ziemlich rüstig, doch die ständigen Zipperlein sind manchmal ziemlich nervend. Wie bei einem alten Schrank die Scharniere quietschen oder das Holz knarrt und knackt, so quietscht und knackt es immer häufiger auch in meinen alten Knochen.
Doch so leicht wie bei einem alten Möbelstück lassen sich die Alterserscheinungen beim Menschen leider nicht beheben.
Jetzt kommt noch hinzu, dass ich unter einer Blasenschwäche leide, was mir vor allem in der Nacht zu schaffen macht. Alle zwei Stunden muss ich pinkeln, obwohl ich gar nicht viel getrunken habe. Meine Frau macht sich sorgen, es könne vielleicht die Prostata sein, die auf die Blase drücke, also habe ich meine Elektronische Gesundheitskarte eGK geschnappt und bin zum Arzt gegangen, um mich mal gründlich untersuchen zu lassen. Die Prostata war’s Gott sei Dank nicht, nur eine altersbedingte Muskelerschlaffung des Beckenbodens. Der Arzt hat gemeint, das wäre ganz normal, da man im Alter einfach auch sexuell nicht mehr so aktiv ist und dadurch die Muskulatur an Beckenboden einfach schwächer wird. Das kann dazu führen, dass sich auch die Blase verselbständigt. Die beste Möglichkeit, wieder in Form zu kommen, wäre ein Beckenbodentraining im Zentrum für Blasenschwäche Berlin, wo ich lernen kann, wie ich meine Beckenmuskeln auch im Alltag, z. B. beim Stehen, Sitzen oder auch im Liegen trainieren kann. Als Belohnung würden nicht nur die lästigen Pinkelattacken in der Nacht verschwinden, sondern sich auch wieder sexuelle Gelüste einstellen. Na, ob das auch meiner Frau gefällt?